Voraussetzungen für den Heilpraktiker

Das Heilpraktikergesetz sieht grundsätzlich vor, dass jede Person, die sich einer Prüfung vor dem Gesundheitsamt unterzieht und besteht, den Heilpraktikerberuf ausüben darf. Allerdings gibt es noch weitere Grundvoraussetzungen, die jedoch für die meisten Personen, die diesen Beruf anstreben, kein Hindernis darstellen sollten.

Hauptschulabschluss
Um Heilpraktiker zu werden, bedarf es keines Hochschulabschlusses. Eine Grundvoraussetzung, um zur Prüfung zugelassen zu werden, ist jedoch der Nachweis des Hauptschulabschlusses. Dieser ist zwingend notwendig und muss nötigenfalls auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt werden.

Polizeiliches Führungszeugnis
Der Beruf des Heilpraktikers erfordert Verantwortungsbewusstsein, schließlich ist man täglich mit der Gesundheit anderer Menschen befasst. Zuverlässigkeit und ein extrem stark ausgeprägtes Verantwortungsgefühl sind unerlässlich, um den Beruf gewissenhaft ausführen zu können. Das Heilpraktikergesetz geht davon aus, dass Menschen, die bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, nicht im nötigen Maß über diese Eigenschaften verfügen.

Mindestalter für Heilpraktiker Anwärter: 25 Jahre
Das Mindestalter, um für den Beruf des Heilpraktikers zugelassen zu werden, ist die Vollendung des 25. Lebensjahres. Wie bereits weiter oben erläutert, erfordert der Beruf ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und eine charakterliche Reife. Das Heilpraktikergesetz geht davon aus, dass Personen unter 25 Jahren diese charakterliche Reife noch nicht erlangt haben. Allerdings kann die Ausbildung in einer Heilpraktikerschule schon vor dem 25. Lebensjahr aufgenommen werden. Abhängig davon, ob das Studium in Vollzeit oder in einem Fernlehrgang durchgeführt wird, dauert die Ausbildungszeit zwischen 2 und 4 Jahren.

Attest über die psychische und physische Gesundheit
Heilpraktiker können ihren Tätigkeitsschwerpunkt auf den somatisch-körperlichen oder psychischen Bereich festlegen. In beiden Fällen ist es nötig, dass der Therapeut selbst sowohl über geistige als auch körperliche Gesundheit verfügt. Ein Attest, das diese Gesundheit durch einen Arzt bestätigt, muss dem Gesundheitsamt vorgelegt werden, um für die Prüfung zugelassen zu werden.

Fachliches Vorwissen ist von Vorteil
Die Anforderungen der Heilpraktikerprüfung sind hoch. Die Durchfallquote liegt bei ca. 60%. Aus diesem Grund ist eine fundierte Ausbildung dringend nötig. Personen, die schon im Vorfeld in medizinischen Berufen tätig waren, sind hierbei im Vorteil. Allerdings ist ein Vorwissen grundsätzlich nicht erforderlich. Einfühlungsvermögen, persönliche Stärke und Geduld sind charakterliche Grundeigenschaften, die zwar nicht amtlich nachgewiesen werden müssen, aber vorhanden sein sollten, wenn der Beruf des Heilpraktikers angestrebt wird.

 

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