Teufelskralle – Wirkung, Studien, Anwendung

Die Teufelskralle zählt zu den wichtigsten Pflanzen überhaupt, wenn es um die teufelskralleHerstellung von antientzündlichen Arzneimitteln geht. Doch ist die Wirksamkeit der Pflanze überhaupt belegt? Allzu lange ist man sich in Europa noch gar nicht über die Existenz der Heilpflanze bewusst. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts brachten Soldaten die Pflanze aus Südafrika in europäische Gefilde. Seither ist die Teufelskralle, auch als Harpagophytum procumbens bekannt, nicht mehr aus der Medizin wegzudenken. Im Folgenden sollen auf die wichtigsten Fragen zur Teufelskralle Antworten gefunden werden.

Wirksamkeit der Teufelskralle

Mittlerweile gibt es zahlreiche wissenschaftlich-medizinische Studien, die sich mit der Wirksamkeit der Teufelskralle beschäftigen. Die EMEA, die European Medicines Agency, bescheinigt der Teufelskralle eine entzündungshemmende Wirkung, obgleich ebenfalls darauf hingewiesen wird, dass dies, zumindest auf Grundlage klinischer Untersuchungen, noch nicht hinreichend belegt sei. Aktuelle Forschungen konzentrieren sich jedoch darauf, diesen Beleg zu erbringen.

Erstmalig beschäftigte sich Professor Zorn aus Jena mit der Wirkung der Heilpflanze. In zahlreichen Tierversuchen fand dieser 1958 heraus, dass Präparate, die er aus der Teufelswurzel herstellte, antiphlogistisch und antiarthritisch wirkten.

Auch aktuelle Studien können belegen, dass wässrige Extrakte aus der Teufelskralle beispielsweise bei degenerativen rheumatischen Erkrankungen Wirksamkeit zeigen. Auch wenn das gesamte Wirkungsspektrum der Heilpflanze noch nicht gänzlich erforscht ist, so ist eine heilsame Wirkung der Teufelskralle derzeit unbestritten. Zur Anwendung gelangt die Heilpflanze derzeit bei folgenden Beschwerden:

  • Fieber
  • rheumatischen Erkrankungen
  • Arthrose
  • Verdauungsbeschwerden
  • Rückenleiden

Anwendung von Extrakten aus der Teufelskralle

Mittlerweile wird die Teufelskralle in sehr unterschiedlichen Darreichungsformen angeboten, auch für private Zwecke. Sie kann sowohl äußerlich durch Auftragen auf die Haut, beispielsweise durch Gel oder Salben, oder auch innerlich, meist als Kapsel oder Tee, zur Anwendung gelangen.

Die Teufelskralle ist eine bitter schmeckende Heilpflanze. Maßgeblich verantwortlich für den bitteren Geschmack sind die in der Pflanze enthaltenen Iridoidglykoside. Weiterhin können Flavonoide, Acteoside sowie diverse ungesättigte Fettsäuren in ihr nachgewiesen werden.

Mittlerweile ist der Bedarf an Teufelskrallen-Präparaten auf der gesamten Welt stark angestiegen, weswegen derzeit nach einer Möglichkeit gesucht wird, die Pflanze kontrolliert auch außerhalb Südafrikas anzubauen, was sich allerdings als sehr schwierig herausstellt.

Warum eigentlich Teufelskralle?

Nicht ganz zufällig wird die Heilpflanze als Teufelskralle bezeichnet. Diese trägt krallenförmige Früchte aus. Diese bleiben für gewöhnlich an den Fellen von Tieren hängen, wodurch sich die Pflanze in ganz Südafrika verbreiten konnte und der Bestand auf Dauer gesichert ist.

Die wildwachsende und zur Familie der Sesamgewächse zählende Pflanze ist dennoch vornehmlich in Namibia beheimatet. Rein äußerlich ist die in Bodennähe wachsende Teufelskralle an den purpurrot blühenden Trieben zu erkennen.

Bild: Steve Smith, flickr.com

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