Englisch in der Ausbildung – für eine erfolgreiche Karriere

„The Aufschwung ist da“. Mit diesem Satz sorgte der ehemalige Außenminister Guide Westerwelle weltweit für Aufsehen, als er die aktuelle Lage der Nation im Jahr 2009 beschrieb. Doch gerade von einem international aktiven Politiker wäre eigentlich mehr Sprachkenntnis zu erwarten, immerhin ist Englisch Weltsprache Nummer eins. Eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung zeigt: Jeder fünfte Akademiker muss in seinem Berufsalltag Englisch sprechen – und das täglich. Doch auch in kaufmännischen Berufen wird verhandlungssicheres Englisch benötigt. Ein Grund mehr, sich rechtzeitig weiterzubilden.


Kaufmännische Berufe mit benötigten Fremdsprachkenntnissen

Auch in Deutschland erfordern nicht erst seit der Globalisierung unzählige kaufmännische Ausbildungsberufe fundierte Englischkenntnisse, die weit über das Schulenglisch hinausgehen. Beispiel Hotelkaufleute. Je nach Einsatzort werden neben Englisch sogar noch weitere Fremdsprachen benötigt. Von Personalplanung bis zur Verwaltung des Übernachtungsbetriebs, von Restaurant bis Küche – beim Kontakt mit nationalen wie auch internationalen Kunden und Gästen ist Englisch unabdingbar.

Nächstes Beispiel: Kaufleute im Groß- und Außenhandel. Für ihre jeweiligen Arbeitgeber müssen die Kaufleute Waren ein- und wieder verkaufen. Und das an große Unternehmen im In- und Ausland, an die Industrie, das Handwerk oder in den Handel. Hier ist Englisch Amtssprache. Gerade im Bereich Außenhandel setzen sich nur diejenigen durch, die gleich mehrere Fremdsprachen fließend beherrschen.

Oder Betriebswirte im Außenhandel. Hier ist die multilinguale Korrespondenz Grundvoraussetzung, um sämtliche Außenhandelsaktivitäten um den Im- und Export koordinieren zu können. Auch die persönliche Betreuung von internationalen Kunden gehört zum Tätigkeitsfeld dieses Berufsbilds.

Weitere Ausbildungsberufe mit notwendigen Fremdsprachkenntnissen sind:

  • Dolmetscher und Übersetzer (schulische Ausbidung)
  • Euro- und Fremdsprachenkaufleute
  • Fremdsprachenkorrespondenten (schulische Ausbidung)
  • Speditions- und Logistikkaufleute

Auszubildende fühlen sich zunehmend überfordert, dem geforderten Sprachniveau gerecht zu werden. Nur selten reichen die schulisch erworbenen Kenntnisse aus, um auf dem sprachlichen Anforderungslevel bestehen zu können. Nur wer sich eigenständig und neben der Ausbildung oder der Schule weiterbildet, hat Erfolgschancen in multilingualen kaufmännischen Berufen.


Weiterbildungsmaßnahmen rechtzeitig nutzen

Die Möglichkeiten, seine Sprachfähigkeiten fortzubilden, sind gerade in Deutschland sehr vielfältig, obgleich die wenigsten jungen Menschen das Angebot nutzen. Lediglich zwei Prozent aller Erwerbstätigen bedienen sich sprachlicher Weiterbildungsmaßnahmen. Unter Schülern und Auszubildenden ist die Zahl noch geringer.

Immer beliebter werden allerdings sogenannte E-Learning-Angebote. Hier können Teilnehmer direkt von zu Hause aus und vor dem PC eine Fremdsprache lernen. Lernwillige werden dabei in realitätsnahe Situationen versetzt, in denen sie kommunizeren müssen. Inwieweit das Konzept Erfolg verspricht, ist angesichts der Tatsache, dass die meisten „Schüler“ sich selbst kontrollieren müssen, noch fragwürdig.

Wesentlich interessanter und vor allem effizienter sind Fremdsprachkurse, die beispielsweise vom Goethe-Institut angeboten werden. Hier treffen deutsche und internationale Studenten aufeinander, und bringen sich gegenseitig ihre Muttersprache bei.

Selbstverständlich gibt es Angebote zum Sprachurlaub auch für Berufstätige oder Studenten. An vielen deutschen Universitäten ist es möglich, auf Sprachurlaub zu gehen.  Neben englischen Destinationen können auch Reisen nach China, Japan, Frankreich oder in arabische Länder unternommen werden, um seine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern.

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